TVBB Schwimmteam in Dallas / Texas 6. - 16. Oktober 2007
Zum dritten Mal nach 2003 und 2005 folgte die Schwimmabteilung des TV Bad Bergzabern vom 6. – 16. Oktober 2007 einer
Einladung des befreundeten Schwimmclubs „SwimNation“ zum Trainingslager nach Fort Worth, Texas.
Nach unproblematischer aber anstrengender 18-stündiger Anreise, waren wir froh, pünktlich in Dallas gelandet zu sein, wo wir
hofften, schnell in den Gastfamilien unterzukommen und uns auszuschlafen. Diese Erwartung wurde jedoch nicht erfüllt, da
überraschenderweise Niemand zu unserer Ankunft erschienen war. Nach einigen Momenten der Ratlosigkeit konnte jedoch
Dank des guten Gedächtnisses von „Delegationsleiter“ Klaus Janson das Haus von US- Trainer Andres Rizzo ausfindig gemacht
werden, wo die versammelte Gastelternschaft auf unsere Ankunft am Flughafen wartete und nun von Klaus „empfangen“ wurde.
Es stellte sich schließlich heraus, dass der fehlende Empfang durch eine auf der Datenautobahn verlorengegangenen email, die
unsere korrekten Ankunftsdaten enthielt, verursacht worden war!!!!
Wie auch immer! Nach einer geruhsamen
Nacht sah die Welt besser aus und wir
konnten uns bei einem „auf die Schnelle“
herbei gezauberten Barbecue bei Coach
Andres akklimatisieren und unsere
Gastgeber kennenlernen.
Ab Montag früh standen dann die ersten
Trainingsmaßnahmen auf dem Programm,
die wir meistens mit den amerikanischen
Schwimmern gemeinsam abhielten. Nach
der frühmorgentlichen Trainingseinheit
bemühte sich „Big-Mike“ immer, uns ein
interessantes Programm
zusammenzustellen, das kulturelle und
historische Aspekte des „american spirit“
aufwies. Unvergessen bleiben der „Texas
fair“, eine jährliche Konsummesse, bei der
unter den Augen von BigTex, einer
meterhohen Figur eines Texas-Cowboys die
Dollar für alle Produkte und Dienstleistungen die Besitzer wechselten. Die „Grüne Woche“ in Berlin ist ein Witz im Vergleich!
Am nächsten Tag besichtigten wir die Stockyards in Fort Worth, einem der größten Viehumschlagplätze aus vergangener Zeit.
Hier wurden einst große Rinderherden in die ganze USA
umgeschlagen, die später zu schmackhaften Steaks
verarbeitet wurden. Heute ist dieser Ort jedoch nur ein
Schatten seiner alten Tage und lebt ausschließlich vom
Tourismus. T-Shirts und andere „Goodies“ wanderten in
so manche Schwimmertasche.
Nach dem Besuch des Zoos in Fort Worth stellte das
„sixth floor museum“ in Dallas einen ersten Höhepunkt
der Reise dar. Das ehemalige Schulbuchhaus, aus dem
der angebliche Kennedy-Attentäter Harry Lee Oswald
auf den Präsidenten geschossen haben soll, beherbergt
heute ein interessantes Museum, das den jungen und
älteren Schwimmern die Problematik und Tragik des
Attentats auf John F. Kennedy im Jahr 1963 näher
gebracht hat. Mit viel Interesse und Spannung folgten
die Sportler den Erläuterungen ihrer Trainer und den
Exponaten der Ausstellung.
Nach vier Tagen in Dallas und Umgebung war ein
Ausflug nach San Antonio zum Sea
World-Vergnügungspark vorgesehen. Auf dem
Hinweg kehrten wir in Waco ein, wo wir das
Texas-Ranger-Museum besuchten, außerdem
machten wir noch in Austin, der Hauptstadt von
Texas einen Halt, wo wir das Training der
Longhorn Aquatics mit den
Schwimm-Weltmeistern Brendon Hansen und Ian
Crocker nebst Erfolgscoach Eddie Reese
besuchen durften. Auf viele unserer Schwimmer
haben die große Disziplin und der Zusammenhalt
der Sportler großen Eindruck gemacht. In Austin
wurde zudem noch das Capitol besucht. Im
Anschluss ging es weiter nach San Antonio.
Dort stand am nächsten Tag der Besuch des
Sea-World-Vergnügungsparks an, in dem jeder der wilde
„Karussells“ und Tiere mag auf seine Kosten kommen
konnte. Höhepunkt aller Shows waren die exzellent
einstudierten Darbietungen mit dem „Killerwal“ Shamu, die
mit sehr viel Beifall bedacht wurden.
Nach einem Tag im Sea-World mussten wir Tags darauf
wieder zurück nach Dallas, unterließen es jedoch nicht,
zuvor den berühmten River-Walk in San Antonio
abzugehen und etwas für das amerikanische
Bruttosozialprodukt zu tun.
Zurück in Dallas hatten wir noch einen intensiven
Trainingstag, ehe wir uns mit reichlichen Geschenken
bedacht von den amerikanischen Gasteltern verabschieden
mussten. Ein großer und spezieller Dank gilt hier
Big-Mike, der immer für uns da war.
Mit großen Eindrücken und guter sportlicher Form mussten
wir uns dann schließlich wieder ins Flugzeug nach
Deutschland setzen. Für Aufregung sorgte nur noch
Sabrina, die trotz verlorenem/ vergessenem Reisepass aus
den USA ausreisen durfte.
Für alle war es eine großartige Reise, die wir lange in
Erinnerung behalten werden. Coach Klaus Janson sei
hierfür unser Dank ausgesprochen!